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seiten

Die Scheune in Beatenberg …

Das war mal wieder ein (leider Kurz-) Urlaub der besonderen Art: Wohnen in der liebevoll renovierten Scheune in Beatenberg. Zu verdanken haben wir das dem Schweizer Heimatschutz mit seiner Stiftung Ferien im Baudenkmal.

Leider haben wir es mit dem Wetter nicht ganz so gut getroffen, aber dafür war die Unterkunft, die Betreuung und alles drumherum ganz wunderbar.

Beatenberg [...]

… ein Liebesgedicht

Nachdem ich in letzter Zeit mit etwas düsteren Botschaften geglänzt habe, möchte ich diesmal ein Liebesgedicht von Paula Ludwig (um 1930) vorstellen, das mich bezaubert hat. Gleichzeitig voller Leichtigkeit und Eindrücklichkeit.

Foto:  Buchs in [...]

Das letzte Kapitel – Erich Kästners düstere Vision

Erich Kästner war dafür bekannt, Dinge genau auf den Punkt zu  bringen. Außerdem halte ich ihn für einen großen Visionär. Es ist zwar nicht der 12. Juli des Jahres 2003, sondern 2010, was mich allerdings nicht daran hindert, das Gedicht zu bringen. Das ganz gut dazu passende Photo habe ich vor zwei Jahren in Sao Paulo [...]

Befreiung

Wer nichts will, muß es wollen. Und mitunter
gleich muscheln öffnen dann die sinne sich.
Ein wunder ist es zwischen all dem plunder!

Und wie ein kind erkennt als wesentlich
den kleinsten käfer, das geringste blatt,
wird ihm bewußt: wie soll mit neuem maß
er messen das, was er vergessen hat?
Und wie, das immer wiederkehrt, das gras?

Wer wie der zeiger einer sonnenuhr
das [...]

Trotz fehlender Sonne ein strahlendes Ereignis

Gestern gab es auf der Lindauer Hütte im Montafon etwas zu feiern: Die Einweihung der umgebauten und erweiterten Hütte:

So schön war es gestern leider nicht – wir sind mit der Golmer Bahn hochgefahren und über den Höhenweg zur Hütte aufgestiegen, besser herübergestiegen. Zum Glück regnete es nicht, sonst wäre die ganze Angelegenheit etwas unangenehm geworden. Aber [...]

regrese de mis viajes, navegue construyendo alegria (Pablo Neruda)

Fernweh empfinde ich, wenn ich an meine Reise nach Chile zurückdenke.

Ich war in Santiago und Umgebung, was sich klimatisch nicht allzu sehr von hiesigen Breiten unterscheidet. Aber in verschiedenster Hinsicht ist es so ganz anders als alles, was wir in Europa kennen: Spezielles Klima, Tierwelt, Feeling insgesamt, wichtige Menschen, die von hier gekommen sind …

Flug über [...]

… wer kommt, der mir den mai beginnen hilft?

Gerührt vom sang der leis sich schlang
Dir ward er leicht der ufergang.
Ich sah der höhen dichten rauch
Verjährtes laub und distelstrauch.

Dein auge schweift schon träumerisch
Auf eine erde gabenfrisch
Denn dein gedanke flattert fort
Voraus zu einem sichern hort.

Ich frage noch: wer kommt wenn sanft
Die gelbe primel nickt am ranft
Und sich das wasser grün umschilft
Der mir den mai beginnen hilft?

Stefan [...]

Gestern

Dieses Gedicht von Gabriele Wohmann hat mich sehr berührt, weil es zwar sehr traurig ist,  aber dennoch, wie ich finde, in der letzten Zeile einen versöhnlichen und positiven Ausgang nimmt. Das ist für mich hohe Dichtkunst.

Gestern

Gestern
Kam keiner
Keiner rief
Mich hat keiner erwartet
An einer Böschung saß ich mit keinem
Fuhr weiter zu keinem
Keinem zulieb
Am Meer [...]

Das ästhetische Wiesel

Das ästhetische Wiesel

Ein Wiesel
saß auf einem Kiesel
inmitten Bachgeriesel.

Wißt ihr weshalb?
Das Mondkalb
verriet es mir im stillen:

Das raffinierte Tier
tat’s um des Reimes [...]

Jetzt weiss ich …

JETZT WEISS ICH nicht mehr
hat sie mir Fisch geschrieben
oder einen Brief in dem
er schwamm oder habe ich
das Wasser im Kuvert geschaukelt
oder sprang er selber heraus

(1976, Paul Wühr, aus: Grüß Gott ihr Väter ihr Töchter [...]