Immer wieder: Hiobsbotschaften (Schwarz statt Grün)


links der Prada Verkaufsstand im Konsumtempel „Galeries LaFayette“ (grün) – rechts ein Obdachloser in Paris (schwarz).

Obwohl ich als taz-Leser relativ gut informiert bin, schockiert es mich immer wieder, wenn ich  über Entwicklungen lese, über die sonst kaum irgendwo in unserer Medienlandschaft berichtet wird.

Dieses Mal ist es ein Artikel, den ich im Heise Telepolos-Newsletter gelesen habe (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30118/1.html)

Lest diesen Artikel: er wird euch Angst machen. Ich möchte nicht alles nacherzählen, nur eine Zahl, die mich getroffen hat:

Derzeit befinden sich ca. 1,8 Milliarden Menschen in Arbeitsverhältnissen ohne Verträge. Nur 1,2 Milliarden haben solche Verträge – und diese 1,2 Milliarden Erwerbstätige gehören, im Gegensatz zum größeren Teil, zu den Menschen auf dieser Welt, die sich in sicheren und gut bezahlten Jobs befinden.

So krass habe ich das noch nirgendwo gelesen: die vielbeschworene Einkommensschere bewegt sich global, nicht lokal.

Heute in den Nachrichten gesehen: in Thailand schwelt seit Jahren ein Konflikt, der heute wieder einmal – für eine kurze Zeit – friedlich beigelegt werden konnte. Aber er wird sich dort und an vielen anderen Orten der Welt wieder entzünden: der Konflikt zwischen Arm und Reich.

Wenn sich angesichts der Finanz- und Weltwirtschaftskrise nichts an der Art und Weise ändern wird, wie man damit umgeht, prophezeihe ich nichts Gutes.

Dieser Konflikt wird sich innerstaatlich und global verstärken, wenn man sich ihm nicht annimmt.

Jetzt habe ich erst in einer privaten Blogaktion zum Thema „Mein Grün“ teilgenommen – und die Berechtigung einer solchen positiven Aktion steht ausser Frage. Aber kurz danach bringe ich einen Post, der sich eher mit dem Thema „Schwarz“ beschäftigt -  nicht in politischer, sondern in weltanschaulicher Sicht.


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