kunsthandwerk in südafrika


der urlaub hat gerade eben begonnen, der erste von ort von touristischer bedeutung ist erreicht, und schon sehe ich tolle kunsthandwerkliche sachen.

hölzerne masken, figuren und schalen, tücher in allen möglichen designs und farben, geflochtenes aus bast und anderen materialien. die einheimischen verkäufer erklären uns, dass diese arbeiten einem dörflichen projekt entspringen und der erlös dem dorf zugute kommt. wer weiß, ob ich so etwas schönes jemals auf dieser noch langen reise wiedersehen werde. und ich kaufe schon mal ein paar tolle sachen.

im lauf der zeit stelle ich fest: es gibt fast überall fast dieselben sachen. und diese sachen sind zumeist nicht aus südafrika, sondern aus mali, kongo, mozambique und allen möglichen anderen afrikanischen staaten. ganz sicher enstammen sie keinem dörflichen projekt. nicht jeder afrikaner ist auch der geborene künstler. im prinzip ist das meiste, das man sieht aus massenproduktion.

irgendwie schade, denn die objekte sind teilweise wirklich sehr sehr schön – aber die ernüchterung ob dieser tatsache kühlt die begeisterung ab. den diesbezüglichen knock-out bekomme ich in cape town. dort gibt es die kunsthandwerklichen produkte praktisch an jeder ecke. und in riesigen läden, in denen sie – völlig überteuert – von leidenschaftslosen verkäufern feilgeboten werden.

da hat man auf den kleinen märkten wie in franchhoek immerhin noch das gefühl, man verhandle mit freundlichen künstlern in angenehmer atmosphäre preise für kunstwerke, die im grunde unbezahlbar sind.


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