typografie muss so schön sein wie ein wald


gerade eben habe ich ein wunderschönes zitat von adrian frutiger, einem der begabtesten und wichtigsten schriftgestalter, gelesen. es hat mich wegen seiner einfachen und zugleich tiefen sicht bewegt:

frutigernext von adrian frutiger

„Wenn du dich an die Form des Löffels erinnerst, mit dem du die Suppe gegessen hast, dann hatte der Löffel eine schlechte Form. Löffel und Buchstabe sind Werkzeuge. Das eine nimmt körperliche Nahrung aus der Schale, das andere geistige Nahrung vom Papierblatt … Typografie muss so schön sein wie ein Wald – nicht wie eine Betonwüste in der Vorstadt. Ein Wald ist kein Komplex – es gibt Abstände zwischen den Bäumen, die Raum zum Atmen und Leben erlauben. Das gilt auch für die Schrift. Zu eng eingesetzt, ist sie nicht mehr als Schrift erkennbar. Sie raubt dem Leser den Atem.“

die schrift muss von einer schlichten schönheit sein, um worte und gedanken zu transportieren zu können.


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